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ERKLÄRUNG DER ORDENSFRAUEN 2001 |
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Wir, beinahe 800 Ordensfrauen mit Führungsverantwortung für eine Million Mitglieder
in Ordensinstituten in aller Welt, haben uns Gedanken gemacht zum Thema Ordensfrauen: Viele Kulturen, ein Herz: "Gesandt als lebendige Gegenwart der Güte und des Mitleidens Gottes in unserer verwundeten Welt", bekunden öffentlich unsere Entschlossenheit, miteinander in Solidarität zu arbeiten innerhalb unserer eigenen Ordensgemeinschaften und in den Ländern, in denen wir leben, auf allen Ebenen und mit Nachdruck hinzuweisen auf die Misshandlung und die sexuelle Ausbeutung von Frauen und Kindern, unter besonderer Berücksichtigung von Frauenhandel, der sich zu einem ertragreichen multinationalen Geschäft entwickelt hat. Wir schöpfen aus unserer langjährigen Tradition als Erziehende und werden weiterhin innerhalb und ausserhalb unserer eigenen Organisationen die Ausbildung und umfassende Bildung von Frauen fördern, indem wir Personal und finanzielle Mittel aufwenden, um die ganzheitliche Entwicklung von Frauen auf allen Lebensstufen zu gewährleisten und sie zu befähigen, eine innere Kraft und ein Hochschätzung der von Gott geschenkten Talente zu entwickeln zur Förderung und zur Bereicherung des Lebens. Als Frauen, die sich den Menschenrechten verpflichtet wissen, erklären wir nochmals unsere Solidarität mit den ärmsten Ländern und bekräftigen unsere Entschlossenheit, auf den internationalen Schuldenerlass hin zu arbeiten. Als Frauen, die gegen eine endlose Verlängerung von Krieg und Gewalt sind, drücken wir unsern Willen zu einem Engagement für die Schaffung einer Kultur des Friedens aus, und wir rufen alle Verantwortlichen, Regierungen und multinationale Konzerne auf, Verkauf und Kauf von Waffen zu stoppen. Als Frauen, die um die Bewahrung der Mutter Erde besorgt sind, werden wir, wann und wo immer diese möglich sind, Schritte unternehmen, um dem zerstörerischen Verhalten, das globale Erwärmung und Klima Veränderungen verursacht und alle Formen von Leben auf unserm Planeten bedroht, Einhalt zu gebieten. Wir verpflichten uns, diese Beschlüsse auszuführen durch ein Vernetzungssystem unter uns und mit andern bereits existierenden Organisationen mit ähnlichen Anliegen innerhalb der Kirchen und der Gesellschaft. In aufmerksamem Hinhören auf die Schreie, die wie aus einem Mund aus vielen Kulturen ertönen, wollen wir als Jüngerinnen Jesu Christi antworten und die Welt mit Augen des Herzens sehen und mit dem Mitleiden eines liebenden Gottes. |
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